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Tipps für den erfolgreichen Sanierungsstart

Dämmung: Wie bringen Sie Ihre Gebäudehülle auf den neuesten Stand?

Gute Konzepte zur Sanierung der Gebäudehülle beinhalten eine lückenlose Dämmung ohne Wärmebrücken und ein durchgängiges Luftdichtheitskonzept.

 

Zur Gebäudehülle zählen alle Bauteile, die den Wohnraum gegenüber kälteren Raumen oder der Außenluft abschließen. Dach oder oberste Geschossdecke, Außenwand, Haustür, Fenster und Kellerdecke übernehmen mehrere bauphysikalische Funktionen: Schutz vor Kälte, Feuchtigkeit, Lärm und Sommerhitze. Neben den schützenden Funktionen kann die Ausenhülle aber auch zur Wärmegewinnung beitragen. Beispielsweise über großzügige, hochwertige Südfenster, die die Sonne im Winter hineinlassen.

 

Die Wärmedämmung der Gebäudehülle hat entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch Ihres Hauses. Werden alle Bauteile gedämmt, kann der Energiebedarf in der Regel um mehr als die Hälfte reduziert werden. Dabei sollten Sie nicht an der Dämmstarke sparen, denn jeder zusätzliche Zentimeter spart weitere Energie. Als Dämmstoff stehen Ihnen neben den gängigen Materialien wie Mineralfasern und Polystyrol auch Naturdämmstoffe wie Hanf, Kork oder Zellulose zur Verfügung. Wie effektiv die Dämmung den Wärmeverlust durch das Bauteil verhindert, hängt von der Dämmstoffstärke und der Wärmeleitfähigkeit der Dämmung ab. So haben beispielsweise ein 10 cm dicker hochwertiger Dämmstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,022 W/(mK) und ein 16 cm starker handelsüblicher Dämmstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,04 W/(mK) eine ähnliche Dämmwirkung.

 

Bei der Ausführung ist besonders darauf zu achten, dass die Dämmung keine Lücken aufweist, sonst entstehen Wärmebrücken. Wärmebrücken sind örtlich begrenzte Bereiche in der Gebäudehülle, an denen die Wärmeverluste deutlich größer sind als an der normalen Wand‑ oder Dachfläche. Dazu gehören ungedämmte Übergänge vom Wohn‑ in den Kellerbereich, ungedämmte Rollladenkästen, aber auch Anschlüsse von Balkonplatten oder Außenecken. An Wärmebrücken entweicht vermehrt Wärme und das Risiko von Schimmel‑ und Feuchteschäden steigt.

 

Genauso wichtig ist die Luftdichtheit der Gebäudehülle. Selbst die beste Dämmung verliert ihre Wirkung, wenn durch undichte Stellen an Fenstern, Dachanschlüssen oder Durchdringungen der Dammschicht die Wärme unkontrolliert nach außen gelangt.

 

Wichtig ist auch: Bei Änderungen an der Gebäudehülle sind mindestens die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes einzuhalten. Näheres dazu in Schritt 6.

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